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Herausforderungen bei der Gestaltung von VR-Experiences und wie diese überwunden werden können.

Obwohl Virtual Reality immer beliebter wird, was daran zu erkennen ist, dass sich immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Industrien für einen Einsatz entscheiden, gibt es immer noch einige Herausforderungen, die mit der Technologie verbunden sind. Diese sind hauptsächlich mit der Gestaltung der VR-Experiences nach den jeweiligen Präferenzen verbunden und können von rein technischen Schwierigkeiten hin zu anderen, eher physischen oder erfahrungsbedingten Herausforderungen hin variieren. Wenn Sie einen Einsatz von VR erwägen oder bereits erste Erfahrungen mit der Technologie haben und sich für Sie Schwierigkeiten in der Umsetzung ergeben haben, lesen Sie weiter :)


Technische Herausforderungen

Diese beziehen sich auf die Technologie selbst und in diesem Zusammenhang gibt es verschiedene Probleme. Das Sichtfeld ist die Größe des Bereichs, den ein Benutzer mit den Augen sehen kann. Normales menschliches Sehen bedeutet, um 190 Grad horizontal und 120 Grad vertikal zu sehen. Große Sichtfelder (über 180 Grad) ermöglichen daher ein realistisches Wahrnehmungsgefühl. Kleinere Sichtfelder können an den Seiten schwarze Kanten erzeugen, die die Illusion und somit das Eintauchen in die virtuelle Welt stören. Die meisten VR-Geräte haben ein Sichtfeld von lediglich 90 Grad, was es Unternehmen schwer macht, ein realistisches Erlebnis zu gestalten. Folglich sollte die nächste Generation von VR-Systemen eine höhere Qualität der Objektive aufweisen und das Display sollte in der Lage sein, so viel wie möglich vom Sichtfeld einzufangen, um ein immersiveres Eintauchen zu gewährleisten. vr-on-6894

Darüber hinaus sollten VR-Systeme eine hohe Auflösung haben, um den Screen-Door-Effekt (Fliegengittereffekt) zu verringern, da die Pixel enger zusammengedrängt werden.

Die Latenzzeit, also die Zeit zwischen dem Empfangen einer Eingabe und der Aktualisierung der Anzeige, ist eine weitere technische Herausforderung. Eine niedrige Bildrate kann zu Orientierungslosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und anderen Nebenwirkungen führen, die sich aus der Latenz ergeben. Eine hohe Bildrate ist erforderlich, da sie eine schnelle Aktualisierung des Headsets ermöglicht und somit diese negativen Einflüsse auf den Nutzer verhindert. VR-Headsets benötigen idealerweise eine Bildrate von 60-120 FPS (Bilder pro Sekunde) und                kompatible Hardware.

 

Physische Herausforderungen

Dieser Abschnitt dreht sich um den Komfort des Benutzers. Erstens würden leichtere VR-Geräte definitiv dazu beitragen, dass sich der Benutzer weniger Sorgen um das Gewicht macht. Zweitens verursachen kabel-gebundene Geräte Unannehmlichkeiten für die Benutzer, da sie Gefahr laufen, über Kabel zu stolpern und auf einen bestimmten Spiel-Bereich beschränkt sind. Mann_im_OfficeDieses Setup ist auf den Einsatz von Outside-In-Tracking-Systemen (Verfolgung des Headsets und der Controller über ein externes Gerät) zurückzuführen, die die meisten aktuellen VR-Systeme heute anbieten. Das Tracking wird für Headsets benötigt, um festzustellen, wann der Benutzer eine Bewegung ausführt, damit es dies in der Simulation entsprechend widerspiegeln kann. Diese Herausforderung könnte durch die zweite Generation von VR-Headsets gemeistert werden, die Inside-Out-Tracking einsetzen und damit weitestgehend oder vollständig auf eine Kabelverbindung verzichten können, wie z.B. die Oculus Quest.

 

Erfahrungsbedingte Herausforderungen

Wie der Name schon sagt, stehen diese Herausforderungen im Zusammenhang mit der VR-Erfahrung. Das größte Problem in diesem Zusammenhang ist die Gestaltung nützlicher Erfahrungen mit sinnvollen Interaktionen für die Nutzer. Trotz der Popularität von VR-Spielen und des zunehmenden Bekanntheitsgrades dieser Technologie gibt es immer noch nicht genügend spannende Inhalte in der Virtual Reality und dieser Mangel an Inhalten wiederum beeinflusst die Akzeptanz dieser Technologie.

baumvrDas Publikum muss bereit sein, immersive Inhalte und deren Unterschiede zu anderen Medien wie dem Fernsehen zu akzeptieren. Daher wird die Gesellschaft nicht nur digitale Kompetenz und Bildung benötigen, sondern auch den Zugang zu VR-Geräten für die Allgemeinheit müssen wir verbessern, wenn wir mehr VR-Inhalte produzieren wollen.

Darüber hinaus ist Cybersicherheit eine weitere Herausforderung, mit der VR wie alle verbundenen Technologien in Berührung kommt. Sicherheitsmaßnahmen, die für andere Hardware wie Computer gelten, müssen auf VR-Hardware angewendet werden. Verschlüsselungstechniken können zum Schutz von VR-Daten in der Cloud eingesetzt werden, zusammen mit eingeschränkten Zugriffsrechten für andere Benutzer, die von Content-Erstellern gesteuert werden können.

 

Fazit

Auch wenn es viele Herausforderungen bei der Gestaltung sinnvoller VR-Erlebnisse gibt, werden sie langsam durch Fortschritte in der VR-Technologie oder durch individuelle Anstrengungen von VR-Content-Erstellern überwunden. Es ist daher zu erwarten, dass diese Aspekte in naher Zukunft nicht als Hürden bei der Erstellung von sinnvollen VR-Inhalten dienen werden. Unser kommender Blog-Artikel wird diese Aspekte beleuchten. Bleiben Sie dran :)