Welches VR-System ist für mich am besten geeignet?

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Wenn Sie sich auch nur ein Wenig mit VR-Brillen beschäftigt haben, sind Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an den Namen  HTC Vive und Oculus Rift vorbei gekommen, welche Stand heute als die beiden beliebtesten Headsets auf dem Markt gelten.  Heute möchten wir die Frage beantworten, welche VR-Brille welche Funktionen mit sich bringt und somit Ihre individuellen Bedürfnisse am besten befriedigen kann.

Einrichtung des Room-Scale

Room-Scale bedeutet, dass sich die Nutzer frei auf dem "Spielfeld" einer VR-Umgebung bewegen können, wobei echte Barrieren durch digitale Barrieren nachgeahmt werden, damit die Nutzer nicht gegen Türen oder Wände stoßen. Da die tatsächlichen Bewegungen der Nutzer in der Simulation gespiegelt werden, macht dies das VR-Erlebnis immersiver und interaktiver als ein stationäres Erlebnis.

Hochwertige VR-Geräte wie die Vive und die Rift sind bemüht, das richtige Gleichgewicht zwischen dem Kostenfaktor auf der einen Seite und einem angemessen großen Setup bei gleichzeitiger Gewährleistung des erforderlichen Platzes unter Ausnutzung der zur Verfügung gestellten Raumgröße auf der anderen Seite.

 

Tracking

Das Tracking benötigen Headsets um festzustellen, wann der Benutzer eine Bewegung macht, damit dies in der Simulation entsprechend widergespiegelt werden kann. Derzeit bieten die meisten VR-Systeme extern basierte Outside-In-Tracking-Systeme an, was bedeutet, dass das Headset und die Controller über ein externes Gerät verfolgt werden. Daher sind kabelgebundene Verbindungen für die Bildanzeige innerhalb des Headsets und für die Verfolgung des Headsets im physikalischen Raum erforderlich. Dies verursacht Unannehmlichkeiten für die Benutzer, da sie am auf die Kabel treten und sich verheddern können.

Die zweite Generation von VR-Headsets verwendet das sogenannte Inside-Out-Tracking, das es dem Benutzer ermöglicht, einen eingeschränkten Bereich auch zu verlassen, da sich die Sensoren im Headset befinden und er diese stetig mitnimmt.

 

Auflösung

Eine höhere Auflösung bedeutet einen geringeren Screen-Door-Effect, da die Pixel enger zusammengefügt sind. Einige Kritiker sind der Meinung, dass die Vive Pro den Screen-Door-Effekt eliminiert, während andere behaupten, dass es sich lediglich um eine "bemerkenswerte Verbesserung" handelt, die den Effekt viel weniger sichtbar macht.

 

Bildrate

Eine höhere Bildrate bedeutet ein immersiveres und realistischeres Erlebnis. Dagegen führt eine niedrige Bildrate bei vielen Nutzern zu Desorientierung, Übelkeit, Kopfschmerzen und anderen negativen Benutzereffekten. Eine hohe Bildrate ermöglicht eine schnelle Aktualisierung des Headsets und reduziert die Latenzzeit, das heißt die Zeit zwischen dem Empfang einer Eingabe und der Aktualisierung der Anzeige. VR-Headsets benötigen idealerweise eine Bildrate von 60-120 FPS und kompatible Hardware.

 

Kontrollen

Im Gegensatz zu einfachen VR-Headsets, die nur eine grundlegende Erkundung mit wenigen Tasten am Headset ermöglichen, bieten die neuesten Headsets mehr Interaktion mit Handheld-Controllern. Fingerabdruck-Bewegungen und -Sensoren sowie haptisches Feedback sorgen für ein noch realistischeres Erlebnis.

 

Für einen Vergleich können Sie folgende Tabelle zu Rate ziehen, in der wir weitere Details für Sie zusammengefasst haben:

Eigenschaften

HTC Vive

Oculus Quest

Oculus Rift S

Room-Scale

Bietet Room-Scale (besser als andere VR-Systeme)

Bietet Room-Scale

Bietet Room-Scale

Tracking

Inside-out

Oculus Insight

(Outside-in)

Oculus Insight

(Outside-in)

Headset-Typ

PC-gebunden

stand-alone

PC-gebunden

Controller

HTC Vive Motion Controller (einfach zu bedienen und sehr anpassungsfähig)

2 Oculus Touch Controller für realistische, intuitive Präzision

2 Oculus Touch Controller für realistische, intuitive Präzision

Auflösung

1.080 x 1.200 (pro Auge)

1.440 x 1.600 (pro Auge)

1.280 x 1.440 (pro Auge)

Refresh Rate

90 Hz

72 Hz

80 Hz

Software

Steam VR

Oculus Mobile

Oculus PC

Preis

599 €

449 €

449 €

Andere Eigenschaften

  • Eingebautes Audio
  • Einfache Einstellung
  • Geringfügige Verzögerungen beim Laden von Anwendungen aufgrund geringer Verarbeitungsleistung

 

Fazit

Obwohl die Quest eine komplett drahtlose VR-Lösung darstellt, hat sie den Nachteil, dass die Downloads etwas langsam sind. Die Rift mit ihrem schlanken und komfortablen Design, bietet eine riesige Auswahl an VR-Spielen und Apps, erlaubt es aber nicht, Spiele direkt über das Headset zu installieren. Die Vive bietet eine hochpräzise Raum-Tracking, die sie im User-Kreis als eines der eindrucksvollsten VR-Erlebnisse bekannt gemacht haben. Um jedoch die Nachteile dieses schweren Headsets und den leichten Screen-Door-Effect zu überwinden, bietet es sich an auf die teurere Vive Pro (für € 879) mit einer höheren Auflösung von 1440x1600 pro Bild umsteigen. Die Vive Pro bietet darüber hinaus auch einen separaten Wireless-Adapter für User denen weniger Stromanschlüsse für ihr Setup Wert ist tiefer in die Tasche zu greifen. Für viele User könnte dieser Preisunterschied jedoch etwas zu groß ausfallen. Daher hängt die Entscheidung von Ihren Präferenzen und finanziellen Möglichkeiten ab. Wir hoffen, dass Sie Ihr Wunsch-Headset finden und bald in die VR-Welt eintauchen können! :)